Bermuda Klima
Bermuda ist berühmt für sein sub-tropisches Klima. Der warme Golfstrom fließt westlich an den Inseln vorbei und sorgt in der Regel für sonniges Wetter und gemäßigte Temperaturen. Im Mai beginnt bereits der Sommer. Die Lufttemperaturen sind optimal und bewegen sich in der Regel nicht über 30 Grad. Im Gegensatz zur Karibik gibt es in Bermuda keine Regenzeit, obwohl kurze Schauer keine Seltenheit sind. Dafür ist die Luftfeuchtigkeit mit nicht seltenen 85 % relativ hoch. Die beste Reisezeit reicht von Ende Mai bis in den Oktober hinein. Am heißesten sind die Monate Juli, August und September. Zu dieser Zeit zeigt sich das strahlende Bermuda Wetter von seiner besten Seite und präsentiert die Inseln in leuchtenden Pastellfarben. Der Sommer ist auch die Zeit für die berühmten Bermuda Shorts, die besonders von Geschäftsleuten sehr geschätzt werden. Ein bermudianischer Winter entspricht eher einem Frühling, mit milden Temperaturen zwischen 16 und 22 Grad. Zu dieser Jahreszeit kann es in der Nacht mitunter recht kühl werden, sodass man Pullover im Gepäck haben sollte. Schnee, Frost und Eis wurden in Bermuda bisher noch nicht gesichtet. In dieser Zeit gehen Einheimische keinesfalls Schwimmen, aber für sportliche Aktivitäten wie Tauchen, Golf, Tennis oder Cricket ist das Klima optimal. Da es immer wieder binnen Minuten zu kurzen Regenschauern kommen kann, empfiehlt es sich einen kleinen Regenschirm oder eine leichte Regenjacke dabei zu haben. Besonders wenn man mit Moped oder Scooter die Inseln erkundet erweist sich eine Regenjacke als überaus vorteilhaft. So unvermittelt wie der Regen kommt, so schnell ist er auch wieder verschwunden und innerhalb von wenigen Minuten ist alles wieder trocken.
Bermuda Klimatabelle: Die beste Reisezeit für Bermuda
Die beste Reisezeit für Bermuda ist von Mai bis August. In diesen Monaten zeigt sich die Insel von ihrer schönsten Seite. Die Lufttemperaturen klettern auf angenehme 22 bis 28 °C im Schatten, die Luftfeuchtigkeit liegt bei 76 bis 82 % und sorgt für das typische subtropische Flair, das Bermuda so unverwechselbar macht. Das Wasser hat zwischen 22 und 29 °C und lädt zum Schnorcheln, Tauchen und Schwimmen ein. Mit rund 9 Sonnenstunden täglich ist dies die sonnigste Phase des Jahres und gleichzeitig die Zeit, in der die berühmten pastellfarbenen Häuser und das türkisfarbene Wasser Bermudas besonders leuchten und funkeln.
Wer die Hauptsaison meiden möchte, findet auch in den Schultermonaten April und November gute Bedingungen. Das Bermuda Klima ist in diesen Monaten mild und angenehm. April ist mit nur 106 mm der trockenste Monat des Jahres, die Temperaturen liegen bei rund 20 °C, die Luftfeuchtigkeit ist mit 73 % auf ihrem Jahrestiefpunkt. Ideal also für aktive Urlauber. Golf, Tennis oder Radfahren macht hier deutlich mehr Spaß als im schwülen August. Im November kühlt es langsam auf 21 °C ab, die Hurrikansaison geht dem Ende zu, und die Insel ist deutlich ruhiger. Wer Bermuda nicht als Erkundungstrip plant, liegt hier goldrichtig.
Das Bermuda Wetter im Winter ist milder als viele erwarten. Von Dezember bis März bewegen sich die Temperaturen zwischen 16 und 21 °C. Definitiv kein Badewetter, aber angenehm für Spaziergänge entlang der Südküste oder Ausflüge in die Altstadt von St. George’s. Der Januar ist mit 15 Regentagen statistisch der nasseste Monat; Niederschlag fällt aber meist nur in Form kurzer Schauer. Wer Bermuda Temperaturen in dieser Jahreszeit mit dem europäischen Winter vergleicht, wird schnell verstehen, warum die Insel auch außerhalb der Hochsaison Besucher anzieht.
Zu meiden ist hingegen der Zeitraum von September bis November. Nicht wegen der Temperaturen, denn die sind mit 21 bis 27 °C noch sehr angenehm, sondern wegen der Hurrikansaison, die in diesem Zeitfenster ihren Peak erreicht. Tropische Stürme können Bermuda mit starken Winden, Regen und rauhem Seegang beeinflussen und Reisepläne durcheinander werfen. Oktober ist zudem der regenreichste Monat des Jahres mit durchschnittlich 160 mm Niederschlag an bis zu 13 Regentagen.
Hurrikans in Bermuda
Die Hurrikan Zeit in Bermuda reicht offiziell von Juni bis November, allerdings besteht wenig Anlass zur Sorge. Chancen für einen „Direct Hit“, wie die Einheimischen Hurrikans nennen, die die Insel unmittelbar verwüsten, sind relativ gering. Durchschnittlich nur etwa alle 7,24 Jahre und dann für ca. 33 Stunden muss sich Bermuda für diesen wirklichen Ernstfall wappnen und mit Verwüstungen rechnen. Die gefährlichsten Stürme der letzten Jahre waren Hurrikan Emily (1987) sowie Hurrikan Fabian (2003). Tropische Stürme ziehen immer wieder an den Bermuda Inseln vorbei. Dabei kommt es vorübergehend zu stärkerem Wellengang, Regen, Bewölkung und erhöhten Windgeschwindigkeiten. Einige Einheimische sehen den Sturmwarnungen inzwischen gelassen entgegen und verabreden sich zu Hurrikan Parties. Dennoch werden Häuser und Geschäfte natürlich verbarrikadiert, Boote im Hafen gesichert oder am besten aus dem Wasser geholt. In den Supermärkten kommt es zu Hamsterkäufen, da man eben doch nie genau weiß, wie stark die Auswirkungen eines Hurrikans sein werden. Da die Hauptreisezeit meist vorüber ist, bleiben Touristen weitgehend vom rauhen Bermuda Wetter durch tropische Stürme verschont. Verschwörungstheoretiker messen den Stürmen im Bermuda Dreieck ein große Bedeutung bei.
Hurrikan Emily (1987)
Emily gilt als der Sturm, der Bermuda auf dem falschen Fuß erwischte. Als sie am 25. September 1987 frühmorgens um 7:30h auf die Insel traf, hatten die meisten Bermudianer noch keine Schutzmaßnahmen getroffen. Die Meteorologen hatten einen abschwächenden Tropensturm vorhergesagt, der südlich der Insel vorbeiziehen sollte. Stattdessen intensivierte sich Emily über Nacht erneut und raste mit 72 km/h Vorwärtsgeschwindigkeit, auf die Insel zu. Das ist dreimal schneller als ein normaler Hurrikan. Die Windgeschwindigkeiten lagen bei bis zu 201 km/h auf dem Höhepunkt, beim Landfall über Bermuda bei 140 km/h. Rund 2.500 Gebäude wurden beschädigt, 230 verloren ihre Dächer, um 20h Ortszeit waren bei der Feuerwehr bereits 275 Anrufe eingegangen. Emily löste zusätzlich Tornados und Wasserhosen aus. Der Schaden belief sich auf rund 50 Millionen US-Dollar, Todesopfer gab es zum Glück keine. Bermudianer nennen Emily bis heute „The Bitch that came to breakfast“. Es gab damals sogar T-Shirts mit dem Slogan.
Hurrikan Fabian (2003)
Fabian war der schwerste Hurrikan, der Bermuda seit dem berüchtigten Havanna-Bermuda-Hurrikan von 1926 getroffen hat. Am 5. September 2003 traf er als Kategorie-3-Sturm mit Windspitzen von bis zu 264 km/h auf die Insel. Im Gegensatz zu Emily waren Bermuda diesmal gut vorbereitet. Schulen und Behörden hatten geschlossen, Kreuzfahrtschiffe hatten den Hafen verlassen. Dennoch forderte Fabian vier Todesopfer. Es war das erste Mal seit 77 Jahren, dass ein Hurrikan auf Bermuda Menschenleben forderte. Der Sachschaden betrug 300 Millionen US-Dollar, 25.000 Haushalte waren ohne Strom, und große Teile der Südküste wurden durch Sturmflut und Wellen schwer beschädigt.
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